Zu diesem Kongress wird um die Einreichung von Beiträgen zu geistes- und sozialwissenschaftlichen Themen gebeten, die sich mit der Forschung zum Vorderen Orient, Nordafrika und anderen islamisch geprägten Staaten sowie deren Beziehungen zu anderen Regionen befassen.

Willkommen sind Vorschläge zu folgenden Themensektionen:

Recht

Philosophie und Ideengeschichte

Theologie und Religionspraxis

Wirtschaft, Politik und Gesellschaft

Islam in Europa

Sprache und Kultur

Bildung und Wissensvermittlung

Werkstattgespräche

In allen Sektionen sind Beiträge, die Fragen der Genderforschung und Diversität bearbeiten, sehr willkommen!

Sie sind herzlich dazu eingeladen, Beiträge sämtlicher Themen einzureichen. Das Programmkomitee wird sich um die Zuordnung kümmern

Sie können sowohl einen Einzelvortrag anmelden, als auch Panels (mit 3-4 Beiträgen). Eine eigene Kategorie stellen die Werkstattgespräche dar, die zur Vorstellung von Studienabschlussarbeiten und Promotionsvorhaben vorgesehen sind.

Individuelle Vorträge werden thematisch geordnet und zu Panels zusammengefasst. Sowohl für Einzelvorträge als auch für Panels wird gebeten, sich einer der oben genannten Sektionen zuzuordnen.

Es können maximal zwei Vorträge pro TeilnehmerIn angemeldet werden. Jedem Vortragsangebot und jedem Panel muss ein Abstract beigefügt werden, dessen Qualität über die Annahme des Vortragsthemas entscheidet.

Für angemeldete TeilnehmerInnen besteht die Möglichkeit, einer Reihe von Vorträgen online zuzuhören. Eine Aufzeichnung der Vorträge ist nicht vorgesehen.

Anmeldung und Fristen

  • Anmeldung von Vorträgen (mit Abstract, max. 300 Wörter) und Panels (Abstracts pro Vortrag und Panelabstract jeweils max. 300 Wörter) bis 30. April 2024
  • Die Abstracts werden einer Begutachtung unterzogen, um die Qualität der Beiträge zu sichern.
  • Die AutorInnen von Vorträgen und die PanelleiterInnen werden spätestens bis zum 15. Juni 2024 informiert, ob der Vortrag/das Panel angenommen wurde.
  • Bitte reichen Sie Ihre Abstracts so früh wie möglich ein. Die Abstracts werden zeitnah bearbeitet.

Anforderungen an Abstracts von vorgeschlagenen Einzelvorträgen und Panels

Über die Annahme oder Ablehnung von Vorträgen entscheiden jeweils zwei GutachterInnen nach folgenden Kriterien:

  • Hat der Beitrag eine klare Fragestellung?
  • Entwickelt der Beitrag ein Argument, überprüft er eine Hypothese oder beantwortet er die Fragestellung anhand einer eigenen empirischen bzw. quellengestützten oder theorie- bzw. literaturbasierten Untersuchung?
  • Bezieht sich der Beitrag auf den aktuellen Forschungsstand bzw. die Literatur zum Thema?
  • Ist der Beitrag wissenschaftlich innovativ?

Bei vorgeschlagenen Panels wird geprüft:

  • Entsprechen alle Beiträge wissenschaftlichen Qualitätsstandards?
  • Verspricht das Panel einen kohärenten Beitrag?
  • Sind die Vorträge aufeinander abgestimmt?

Die KoordinatorInnen der Panels sind für die Qualitätskontrolle der Beiträge mitverantwortlich und können Vorträge aufgrund mangelhafter Qualität der Abstracts ablehnen.

Bitte beachten Sie bei der Formulierung Ihrer Abstracts, dass diese Anforderungen erfüllt werden.

Recht

Im Bereich des Rechts stehen zum einen Fragen zu Recht und (Post)Kolonialismus im Vordergrund bzw. die Frage der Dekolonisierung. Hierzu gehören empirische Forschungen zur Auswirkung des Kolonialismus in einzelnen Ländern sowie methodische Fragen. Einen zweiten Schwerpunkt bildet die Thematik Recht und Geschlecht, wobei möglichst über das bereits gut erforschte Familienrecht hinaus andere Rechtsbereiche erschlossen werden.

Philosophie und Ideengeschichte

Diese Sektion thematisiert ideengeschichtliche Entwicklungen in der islamischen Welt seit dem 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Zentral sind zum einen die philosophischen Auseinandersetzungen mit europäischen Vorstellungen in Form von Übersetzungen und Rezeptionen. Zum anderen interessieren Überlegungen zur Anknüpfung an die islamische Philosophie und Fortsetzung der Tradition im Kontext der Moderne. Die Sektion ist aber auch offen für Panels und Beiträge, die auf das in jüngster Zeit immer sichtbarer werdende Interesse der europäischen Philosophie an einer Öffnung für Impulse aus islamischen Kontexten etwa im Rahmen der Kanonforschung oder der Philosophiedidaktik eingehen.

Theologie und Religionspraxis

Diese Sektion bietet Raum für Vorträge und Panels, die sich mit Fragen von Theologie und Glaubenslehre in Klassik und Moderne, in rationalen und traditionellen Denkrichtungen oder in der Mystik befassen. Besonders willkommen sind Beiträge, die die vielfältigen Herausforderungen der Theologie etwa in der Auseinandersetzung mit extremistischen Ideologien, dem Hinterfragen traditioneller Lehrmeinungen, oder im Umgang mit Künstlicher Intelligenz adressieren.

Wirtschaft, Politik und Gesellschaft

Die Sektion Wirtschaft, Politik und Gesellschaft ist in besonderer Weise den Herausforderungen der Gegenwart sowie Wirtschaftsthematiken gewidmet. Zum Israel-Palästina-Konflikt wird es ein eigenes Panel geben. Die Sektion ist auch offen für eine Vielzahl anderer relevanter Themen, wie beispielsweise den Folgen des Ukrainekonflikts, den Auswirkungen der Klimakrise auf Länder des Vorderen Orients oder genderbezogene Thematiken.

Islam in Europa

Fragen von Religionspolitik, rechtlicher Anerkennung, Selbstorganisation und Selbstpositionierungen von Muslimen in Deutschland, die Entwicklung eines europäischen Islams und einer in Europa verorteten islamischen Theologie, aber auch die Wahrnehmung von Islam und Muslimen in medialen und politischen Debatten sowie Extremismus und Radikalisierung sind Themen, die die aktuelle Forschung zu Islam und Muslimen in Europa prägen.

Sprache und Kultur

Literatur, Kunst, Musik und Film, aber auch sprachlicher Wandel stehen im Zentrum der Beiträge zu dieser Sektion. Ein Schwerpunkt gilt dabei dem iranischen Film, zu dem mehrere Vorträge und eine Filmvorführung angedacht sind. Willkommen sind aber auch Untersuchungen zur Sprache, die den Einfluss der social media auf Vokabular und Schreibung arabischer und persischer Texte analysieren.

Bildung und Wissensvermittlung

Die Vorträge und Panels dieser Sektion befassen sich mit der Vermittlung von Wissen über den Islam und mit der Entwicklung von Bildungssystemen im Vorderen Orient, Eurasien und Europa. Besonders eingeladen sind Beiträge zu Bildungsreformen und Ansätzen der Pädagogik, zu Spannungsfeldern zwischen unterschiedlichen Bildungsmedien und zur Digitalisierung von Bildungsprozessen sowie zu Auswirkungen derartiger Veränderungen auf theologische oder politische Inhalte und soziale Verhältnisse etwa in Bezug auf den Zugang zu Bildung.

Werkstattgespräche

Dem wissenschaftlichen Nachwuchs (Doktoranden, ggfs.auch MA-Studierende in der Endphase ihrer Arbeit) wird im Rahmen der "Werkstattgespräche" die Möglichkeit gegeben, ihre Forschungsergebnisse zu präsentieren, auch um dadurch Input und Feedback für die (Weiter-)Entwicklung ihrer Arbeiten zu erhalten.